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Begegnung mit Aktivist_innen in der Politik Traffik : Brennpunkt Brasilien 

Am Mittwoch, 13. November 2019 wurden Aktivist_innen aus Brasilien in der Reihe „Zu Gast in der Politik Traffik“ von Peter Vogl und seiner Crew in der Politischen Bücherei willkommen geheißen. 

Renata Costa Cezar de Albuquerque und José Plácido Da Silva Junior referierten über die Bedrohung der Existenz der kleinbäuerlichen Bevölkerung im Nordosten Brasiliens, erzählten über ihren Widerstand gegen die rücksichtslose Politik von Präsident Jair Bolsonaro und wie sie der Landbevölkerung helfen, für ihre Rechte einzutreten. 

Der politisch unterstützte Wachstumsboom der vergangenen Jahre hat die Investitionen nationaler und internationaler Firmen in Bergbauprojekten, Windparks und agroindustriellen Monokulturen verstärkt. Viele Gemeinden sind von Landvertreibung bedroht. Die Gewalt bei Landkonflikten nimmt landesweit zu. Die Zerstörung des Amazonas Regenwald, der „grünen Lunge der Erde“, ist nur ein Beispiel von vielen, wie sich die weltweite industrielle Landwirtschaft auf uns und auf das Klima auswirkt. Brasilianischer Soja und Mais wird in Europa industriell zugefüttert. Fleisch wird aus Brasilien importiert und in unseren Supermärkten billigst verkauft. Den kleinbäuerlichen Erwerbsbauern wird durch globale profitorientierte Konzerne und durch eine korrupte Politik die Lebensgrundlage entzogen. 

Die Kapital- und Landkonzentration auf einige wenige Reiche fördert zum einen Armut, Hunger und soziales Elend und ist zum anderen ein globales Problem“ resümiert Renata Costa. Da Silva fügt ergänzend hinzu: „Die Macht liegt in der Hand derer, die über Lebensmittel bestimmen können!“ Peter Vogl plädiert für internationale Solidarität.

Das Welthaus mit seinen Gästen machte weiters Station im BG/BRG Kapfenberg. Finanziert und unterstützt wurde die Veranstaltungsreihe von der Stadtbibliothek Kapfenberg (Entwicklungspolitische Zweigstelle). 

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