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Tausend leer stehende Wohnungen in Kapfenberg und im Schnitt 8 Zwangsräumungen pro Monat. Hunderte Wohnungen sollen dennoch auf bestem landwirtschaftlichen Grund neu errichtet werden. Da passt doch wohl einiges nicht zusammen, oder?

Was ist zu tun, was braucht es jetzt wirklich?

Es braucht sanierte Wohnungen, die Mann und Frau sich dennoch leisten kann! Das geht ganz sicher nicht, indem man Wohnbau und Wohnungsmieten dem freien Kapitalmarkt überlässt oder die städtischen Wohnungen mit zwanzig Millionen Euro an Banken verpfändet. Das Geld muss ja auch zurückgezahlt werden. Woher soll das Geld für die Rückzahlung kommen? Na, aus den Mieten natürlich, wird von der Mehrheitsfraktion erklärt.

Frage: Wieviel Geld bleibt da noch für Sanierungen oder gar billige Mieten für ärmere Menschen, die immer mehr werden?

Laut steirischem Armutsbericht sind dies in der Steiermark bereits 190.000 Menschen. Dass es auch in Kapfenberg immer mehr werden, sieht man in der Möbelbörse, wo sich zunehmend mehr Leute um kostenlose abgelaufene Lebensmittel anstellen, ca. 80% davon sind alteingesessene KapfenbergerInnen.

Ja, wo gehen denn all die Menschen hin, die zwangsgeräumt werden? – Ein organisiertes Auffangnetz gibt es nicht!

Städtische und private Organisationen geben sich durchaus große Mühe, die schlimmsten Auswirkungen zu mildern. Um das Problem wirklich anzugehen, braucht es allerdings strukturelle Reorganisation. Konkret: mehr Geld und Personal für aufsuchende Sozialarbeit, damit es erst gar nicht so weit kommt, dass Menschen in die Obdachlosigkeit gedrängt werden.

GR Peter Vogl

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