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Zur Erinnerung!

Vor gar nicht langer Zeit wollte die ZWHS (Zentralwasserleitung Hochschwab Süd) eine große Wasserleitung von Tragöß nach Graz bauen. Das wäre ganz sicher das Ende des Karstwassers im Grünen See gewesen, vergleichbar mit dem Rausziehen des Stöpsels in einer Badewanne.

Einige sehr mutige Menschen haben sich mit aller Kraft dagegen gestemmt und die „Unter Naturschutzstellung des Grünen Sees“ verlangt. Dafür wurden tausende Unterstützungsunterschriften gesammelt. Die damalige Landeshauptfrau Klasnic verkündetet dazu: „Nicht solange ich Landeshauptfrau bin!“ Der Tragösser Bürgermeister Wieser erklärte darüber hinaus, die unerschrockenen Kämpfer und Kämpferinnen zu Feindbildern der ganzen Region, die nur die Wirtschaft zerstören wollen.

Gerichtsverfahren wurden angehängt oder die Garagen der Aktivisten mit Altöl beschmiert. Einige wurden sogar mit dem Erschießen bedroht und ihnen hinterher gerufen, die Tragösser hätten schließlich einst schon Pfarrer umgebracht. Erst mit Umweltlandesrat Wegscheider(2006) ist es den Aktivist_innen gelungen, den See unter Naturschutz zu stellen und die ZWHS am Abpumpen des Wassers zu hindern.

Grüngemeinderat Stefan Schlögl hat bei diesem Kampf seine Gesundheit eingebüßt und ist darüber gestorben. Sein Mitstreiter Franz Mohr ist seither in psychologischer Behandlung, Gemeinderat Peter Vogl aus Kapfenberg kämpft nach wie vor für die Umwelt.

Diese Erinnerung ist nur eine kleine Würdigung, denn ohne diese Menschen würde es den „Schönsten Platz Österreichs“ (2014 in der ORF-TV-Show 9 Plätze – 9 Schätze von Zusehern und einer Jury zum schönsten verborgenen Platz Österreichs gewählt) nicht mehr geben.

GR Peter Vogl